Nach einem Jahr ohne freie Wochenenden ist es nun endlich so weit. Ich habe meine Ausbildung abgeschlossen und darf mich nun als Mediendesignerin bezeichnen. Ursprünglich wollte ich mir auf diesem Weg nur ein wenig zusätzliche künstlerische Glaubwürdigkeit ergattern. Sneaky, ich weiß! Tatsächlich hat es mir aber erstaunlich viel Freude bereitet, mich in Gestaltungsprinzipien zu vertiefen, Logos und Geschäftsausstattungen zu kreieren, mich in Typografie und Layouting zu verlieren, Verpackungslösungen zu finden und Brands zu designen.
Wann immer ich konnte, habe ich natürlich meine eigenen Illustrationen in die Projektaufgaben eingebaut. Und ich muss sagen, dass meine Grafikdesign-Fähigkeiten vermutlich mehr von meinem Zeichentalent profitieren als umgekehrt.
Aber was mache ich jetzt mit dem erworbenen Können? Kann das was, oder kann das weg? Ich glaube, dass Designfähigkeiten für die meisten Berufe nie komplett verkehrt sind. Das gilt noch einmal besonders für das Wissenschaftsumfeld – meinem natürlichen Habitat. Denn dort sind sie auffallend rar. Vielleicht wird aus meiner Ausbildung aber mehr als ein berufliches Add-On als Notanlaufstelle für Grafik-gebeutelte Kolleg:innen. Ja, ich muss gestehen, ein bisschen liebäugle ich schon damit, der Welt zu mehr Design zu verhelfen. Sie soll schließlich schön untergehen!
Zunächst genieße ich es aber, wieder mehr Zeit für meine Kunst zu haben und mich auch wieder ein wenig auf die Businessaspekte von Water Bear Illustrations konzentrieren zu können. Aber wer weiß! Wenn das Bärtierchen wieder im Lot steht, vielleicht ergibt sich dann ein zweites Standbein 😉

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